Die Ziele

Positionspapier der Initiative C-Kennzeichen
Ersteller: Womo-Konvoi und Deutsches Caravaning Institut

Gegenstand der Initiative:

Einführung eines neuen Kfz-Kennzeichen: „C-Kennzeichen“ für Wohnmobile und Kastenwagen/Busse/Lkw mit serienmäßigem Camper-Aufbau und der Diesel-Abgasnorm EURO 4, EURO 5 sowie EURO 6 mit vergleichbaren Merkmalen eines H-Kennzeichen. Ob Fahrzeuge der Euro-Norm 3 ebenfalls unterstützt werden können, ist in der technischen Diskussion.

Merkmale:

Befreiung von Fahrverboten durch erhöhte Emissionswerte
Freie Fahrt durch Umweltzonen
Einfrieren des gültigen Kfz-Steuersatzes mit Stand 2017

Begründung:

Der Caravaning Bereich ist ein boomender Markt mit mehr als 95.000 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von 23,3 Milliarden Euro und einem Steuereffekt von 4,4 Milliarden Euro (Quelle: CIVD).
Wohnmobile und Kastenwagen/Busse/Lkw mit serienmäßigen Camper-Aufbau, nachfolgend Wohnmobile genannt, haben den größten Anteil an diesem Markt.
Ein Wohnmobil wird überwiegend in der Freizeit genutzt und dient der Erholung und Regeneration. Der englische Begriff „Recreational Vehicle“ verdeutlicht das sehr anschaulich.
Ein Wohnmobil ist ein langlebiges Wirtschaftsgut, das sehen auch die Finanzbehörden so. Laut dem Statistikband 2017/2017 des deutschen Herstellerverbandes CIVD liegt das statistische Durchschnittsalter eines Reisemobils bei 13,6 Jahren. Damit fällt ein Reisemobil aus dem gängigen Fahrzeugzyklus komplett heraus und bedarf einer besonderen Behandlung. Zudem werden Reisemobile von ihren Besitzern – analog zu klassischen Oldtimer – sehr gut gepflegt und sind deshalb in weit besserem Allgemeinzustand als die übrigen Fahrzeuge.
Dazu kommt weiterhin die relativ geringe Fahrleistung, welche die Reisemobile in der Saison absolvieren. Laut Herstellerverband werden die Reisemobile im Schnitt etwa 6. bis 7.000 Kilometer im Jahr bewegt. Damit ist der Schadstoffausstoß auch bei älteren Fahrzeug ein Minimalproblem.
In vielen deutschen Städten ist die Umweltzone bereits bis zur Stadtgrenze erweitert worden.

Im Fall der Einführung von Fahrverboten durch erhöhte Emissionswerte und die Änderung der Umweltzonen auf EURO 6c und 6d ohne Einführung eines C-Kennzeichen wird dies massive Auswirkungen auf den Caravaning Bereich bezüglich der Wohnmobile haben:

Einbruch der Neuzulassungen bei Wohnmobilen, da auch die Modelle von 2018 nur EURO 6a oder EURO 6b erfüllen. Rückgang der Besucherzahlen von öffentlichen und privaten Reisemobilhäfen sowie Stellplätzen und ein damit verbundener Umsatzrückgang.
Erheblicher Wertverlust bei den zugelassenen Wohnmobilen und damit verbunden massive pekuniäre Einbußen bei den Eigentumswerten.
Viele Wohnmobile sind durch Darlehen oder Leasing finanziert. Durch den massiven Wertverlust kann es zu Problemen bei der Rückzahlung und damit zu erheblichen Beeinträchtigungen im Lebensumfeld der Betroffenen kommen.
Verlust der Lebensqualität
Entlassungen von Beschäftigten in der (stabilen und erfolgreichen) Caravaning-Industrie
Massive Umsatzeinbrüche im Zulieferer- und Zubehörbereich

Gegen diese negativen Auswirkungen wendet sich die hier beschriebene Initiative.

Unser Appell: Mitmachen!

Stimmen Sie hier für die Einführung des C-Kennzeichen!

An der Erstellung des Initiativtextes war Michael Schwarz maßgeblich beteiligt.


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